Die FDP kritisiert die Pläne für Hauptschul-Sanierungen durch die Hammer GroKo: „Die Initiative kommt sehr spät, es ist auch zu wenig Geld vorgesehen“, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Das Ganze ist, bei dem Bedarf, den wir an den Hauptschulen haben, bloß ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Die Koalition will zwar bis 2020 2,8 Millionen Euro in die Hauptschulen stecken. „Verglichen mit dem Geld, das in die von der SPD durchgepeitschte Gesamtschule fließen soll, ist das nichts“, so Müller. „Wir als FDP haben von Anfang an gefordert, das Geld lieber dort einzusetzen, wo es dringend gebraucht wird.“

Der schulpolitische Sprecher der FDP, Ludger Dorenkamp, erinnert  daran, dass die SPD die Karlschule noch vor einigen Jahren ganz schließen wollte – ohne mit der Schulleitung zu sprechen. „Gerade die Karlschule leistet wichtige Arbeit, wenn es darum geht, Schüler mit schwierigen Startbedingungen aufzufangen und zu fördern. Das muss jetzt auch in Hamm endlich anerkannt werden.“

Im Vordergrund stehen müsse neben der Ausstattung der Lehrräume eine grundlegende Sanierung der Klassen und Toiletten. „Es muss sichergestellt werden, dass die Toiletten sauber und funktionstüchtig sind und dass die Schüler nicht in Klassenräumen sitzen müssen, in denen es durch die Fenster zieht. Hier haben CDU und SPD in den vergangenen Jahren sehr viel versäumt“, so Müller.