FDP-Bezirksvertreter Udo Reins ist verärgert. „Viele Menschen haben durchaus Verständnis, wenn Arbeitnehmer ihr Streikrecht ausüben“, so Reins. „Doch klare Regeln müssen sein.“

Zum Beispiel bei der Mülltrennung: Reins ist von Bürgern aus Süddinker angesprochen worden, die beobachtet haben, dass am vergangenen Freitag Restmüll- und Papiertonne zusammen geleert wurden. Die Papiertonne war an dem Mittwoch zuvor wegen des Streiks beim ASH stehen geblieben. Reins fragt nun: „Gilt die Mülltrennung bei Streik plötzlich nicht mehr?“

Der FDP-Bezirksvertreter will erfahren, wer angeordnet hat, dass der Müll zusammen entsorgt wird und ob durch dieses Vorgehen Zusatzkosten entstanden sind. „Auch in Streiksituationen muss Transparenz gelten. Man kann den Bürgern nicht erzählen, dass sie ihren Müll zu trennen haben, dann aber als städtisches Unternehmen selbst so sorglos mit den Regelungen umgehen.“