Die FDP fordert die Stadt auf, Zahlen zu Schulschwänzern vorzulegen, bevor sie die Ausgabe von 200 000 Euro für das Schulverweigererprogramm der Caritas bewilligt. Der bildungspolitische Sprecher der FDP, Ludger Dorenkamp, verlangt von der GroKo zumindest erst einmal die grundlegenden Daten zu erheben.

„CDU und SPD geben seit Jahren keine Auskünfte darüber, wie viele junge Menschen die Schule verweigern“, so Dorenkamp. Gleichzeitig wolle die Koalition jährlich mehr als 200 000 Euro an die Caritas für ein Betreuungsprogramm zahlen. „Bevor dieses Geld ausgegeben wird, sollte hinterfragt werden, wie viele Schulschwänzer es grundsätzlich gibt und, davon ausgehend, wie hoch der Anteil derjenigen ist, die von dem Caritas-Programm tatsächlich erreicht werden.“

Die Caritas nennt die Zahl von 50 betreuten Jugendlichen in 2016, 38 seien es in 2015 gewesen. „Wie viele wurden nicht erreicht?“ will Dorenkamp erfahren. Außerdem müsse die Stadt erheben, wie viele der von der Caritas betreuten jungen Menschen am Ende auch tatsächlich einen Schulabschluss gemacht haben – und wie hoch die Rückfallquote ist.