Soest denkt über mehr verkaufsoffene Sonntage nach – und was macht Hamm? Ingo Müller, Sprecher der FDP-Gruppe, fordert, dass auch Hamm endlich mehr Engagement zeigt. „Wir sehen tatenlos zu, wie inhabergeführte Geschäfte schließen und Ortsteile veröden, statt dem Einzelhandel die Möglichkeit zu geben, sich möglichst breit aufzustellen und zu präsentieren – auch sonntags!“

Der Vorwurf der FDP: Die politisch Verantwortlichen in Hamm knicken ein vor dem Druck, den vor allem die Gewerkschaft Verdi mit ihren Klagen gegen verkaufsoffene Sonntage aufgebaut habe. „Wichtig wären aber gerade klare Signale zur Stärkung der Bezirke“, so Müller.

„Das beste Beispiel dafür ist der Bunte Herbst in Rhynern. Was hat die SPD vorher geunkt, Finke würde den Einzelhandel in Rhynern kaputtmachen. Es passierte aber genau das Gegenteil: Finke und die Rhyneraner Händler stellten gemeinsam einen sehr gut besuchten offenen Sonntag auf die Beine“, zieht Müller Bilanz. „Dass die Stadt da eingeknickt ist und diese Initiative abgewürgt hat – das wird sich in Rhynern rächen.“

Die FDP geht davon aus, dass die neue Landesregierung zügig an einer rechtlichen Lösung arbeiten wird. „Bis dahin stehen aber CDU und SPD in Hamm in der Pflicht. Sie müssen aufpassen, dass in der Zwischenzeit nicht jegliche Initiative kaputtgemacht wird. Sollte das passieren, dann liegt das in ihrer Verantwortung.“