Die FDP Hamm fordert ein Umdenken im Hammer Kulturmanagement. Kunstaktionen und Aufführungen seien wertvolle Frequenzbringer, so die Liberalen. „Deshalb ist es eine denkbar schlechte Entscheidung, den Kunst-Dünger noch weiter auseinanderzuziehen und damit die etablierte Spielstätte auf dem Markt weiter zu schwächen“, sagt die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende, Marion Kötters-Wenner.

Wer Besucher anlocken wolle, müsse dafür sorgen, dass die Menschen einen Spielort mit einem Event positiv verbinden. „Beim Kunst-Dünger auf dem Marktplatz ist das der Fall: Der Spielort wird sehr gut angenommen. Davon noch zusätzlich abzuweichen, ist die falsche Entscheidung und schwächt letztlich auch den Kunst-Dünger.“

Die FDP verweist darauf, dass etwa der Kurpark bereits durch den Musikpavillon bespielt wird. Außerdem ist der Standort an der Ostenallee durch das Kurhaus als Veranstaltungsort etabliert.

„Die Innenstadt wird als Kulturstandort geschwächt“, so Kötters-Wenner. „Dabei brauchen wir gerade in der Mitte der Stadt auch kulturelle Angebote.“ Der Hammer Summer als Pop-Veranstaltung oder Hamm karibisch als kulinarisches Angebot seien kein Ersatz.

Die FDP fordert: „Der Kunst-Dünger als Kultur-Angebot in der Innenstadt muss gestärkt werden. Für andere Spielorte sollten eigene Konzepte entwickelt werden.“ Das Kulturamt müsse erkennen, dass es nicht nur für den Standort Ostenallee Verantwortung trägt, sondern in der Pflicht ist, mehrere Kulturstandorte zu fördern und zu pflegen.