FDP-Bezirksvertreter Udo Reins ist sauer: „Es ist gerade mal eine Woche her, dass die BV Rhynern getagt hat. Heute müssen die Bezirksvertreter aus der Zeitung erfahren, dass die Sparkasse im ,Dreiländereck‘ bauen will.“ Vorher informiert wurden die Bezirksvertreter nicht, weder im öffentlichen, noch im nichtöffentlichen Teil der BV.

Mit dem Neubau ist immerhin eine Umwandlung der Filialen in Westtünnen und an der Unnaer Straße in Rhynern verbunden – also eine wichtige Veränderung im Bezirk. „Es geht mir nicht darum, gegen die Pläne der Sparkasse zu sein. Aber dass die BV, in der die in Rhynern gewählten Volksvertreter sitzen, nicht informiert wurde, das spricht von einer Missachtung der BV“, so Reins.

Reins‘ Ärger ist umso größer, als dieses Vorgehen kein Einzelfall ist. Oft werden seiner Beobachtung nach Anfragen oder Anregungen der Bezirksvertreter „beantwortet“, indem eine Information öffentlich gemacht wird, bevor überhaupt ein offizielles Antwortschreiben an den betreffenden Politiker erfolgt ist. „Wir Bezirksvertreter sind kein lästiges Beiwerk, sondern wir erfüllen in der BV eine Aufgabe, für die wir vom Bürger gewählt sind. Zumindest das sollte respektiert werden.“

Reins weiter: „Über einen zu fällenden Baum werden wir Bezirksvertreter schriftlich informiert, aber wenn es um einen wichtigen Neubau geht, bekommen wir die Informationen aus der Zeitung. Da frage ich mich doch: Wozu haben wir dann überhaupt eine BV?“