Die FDP wirft der SPD Unehrlichkeit in der Debatte um die Ausrichtung der Wirtschaftsförderung vor. „Die SPD regiert seit 2014 mit. Die Mehrheitsverhältnisse spiegeln sich im Aufsichtsrat der WFH. Das bedeutet: Die SPD hat die Ansiedlungspolitik der vergangenen Jahre voll mitgetragen – darunter auch die Ansiedlung zweier Logistikunternehmen. Darüber sollte sich Herr Moor bei seiner Partei mal etwas genauer informieren, bevor er die Arbeit der WFH in den vergangenen Jahren kritisiert“, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller.

Müller weiter: „Hätte die SPD die Arbeit der WFH für schlecht gehalten, dann hätte sie die Mehrheiten gehabt, sie zu ändern. Das hat sie nicht getan. Ihre Einwände gegen die WFH sind also vorgeschoben.“

Aufgabe der WFH sei, moderner Dienstleister zu sein. „Der Wettbewerb um Ansiedlungen unter den Kommunen ist hart. Die WFH braucht eine Verschlankung: weniger Doppelstrukturen, mehr Know-how aus einer Hand, etwa durch Eingliederung des Hamtec und des Stadtmarketings“, betont Müller. „Dass die SPD auch hier nicht aktiv wird, zeigt: So richtig ist sie nicht im Thema. Die GroKo wurstelt einmal mehr vor sich hin. Ansiedlungspolitik braucht aber Augenmaß.“