Die FDP Hamm hat im Juni 2015 nach gründlicher Abwägung einen Grundsatzbeschluss gefasst: In Hamm sollen nach Willen der Freien Demokraten keine weiteren Windräder gebaut werden. Udo Reins, Bezirksvertreter in Rhynern und Sprecher der FDP Hamm für Windkraft, erklärt, warum.

„Windräder sind teuer. Sie werden mit öffentlichem Geld reichlich gefördert, verschlingen also Subventionen. Gleichzeitig ist der Nutzen für die Allgemeinheit gering.“

Udo Reins betont: „Wir haben nicht den Bergbau auslaufen lassen, um uns jetzt die nächste subventionsintensive Energiegewinnungsform buchstäblich vor die Haustür zu setzen.“

Die FDP Hamm kritisiert: Wenn überall Windzonen ausgewiesen werden, wird nur blind einem Trend gefolgt. Dabei wissen Experten längst: Wind und Sonne sind bei uns viel zu unzuverlässige Stromquellen. „Es wäre viel wichtiger, die Forschung an energiesparender Technologie zu fördern.“

Das zweite große Problem: „Die Bürger werden vielerorts vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt Udo Reins. „Die großen Parteien wollen von Problemen mit Schlagschatten auf privaten Grundstücken am liebsten nichts hören, aber diese Probleme sind da und müssen ernst genommen werden.“

Und: Auch von einer ökologisch bewussten Partei wie den Grünen ist nichts zu hören von Gefährung von Flugtieren durch Windräder. Das Thema Infraschall wird ebenfalls nicht ernsthaft diskutiert.

Die FDP wird gegen die neu geplanten Windkonzentrationszonen an der A2 stimmen. „Vielleicht setzen sich die großen Parteien mit ihren Wind-Plänen durch“, meint Reins. „Aber wir werden die Sorgen und Bedenken der Bürger ernst nehmen und sie in die politische Debatte tragen.“