Die FDP-Gruppe weist Vorschläge für eine Kommunalisierung des Bockum-Höveler St.-Josefs-Krankenhauses zurück. „Die Idee ist weit entfernt von jeder Realität“, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. Er appelliert an alle Beteiligten, insbesondere Pro Hamm, die Debatte mit Vernunft zu führen: „Es ist richtig: Dass St. Josef schließt, ist ein Verlust für Bockum-Hövel. Aber wir müssen uns darauf konzentrieren, den Standort für die Zeit nach 2020 zu gestalten, statt mit unrealistischen Plänen falsche Hoffnung bei den Bürgern zu wecken.“

Denn Hamm ist, was Krankenhausbetten betrifft, sehr gut versorgt. Weitere Betten sind im Krankenhausplan für die Stadt nicht vorgesehen. Eine Kommunalisierung würde allein deshalb nicht genehmigt. „Das muss uns in der Diskussion stets klar sein“, so Müller. „Wir haben in Hamm bereits eine gute Versorgung – gerade auch im Vergleich zum Umland.“

Außerdem werde an der Barbaraklinik aufgestockt. „So entsteht eine konzentriertere und leistungsfähigere Krankenhauslandschaft in Hamm“, sagt Müller. „Insgesamt wird das Angebot also moderner und besser.“

Die FDP schlägt vor, die Diskussion auf die Sachfragen zu konzentrieren. „Geklärt werden muss dringend die Frage der Anbindung. Wie kommen die Menschen von Bockum-Hövel zur Barbara-Klinik“, so Müller.

Der zweite wesentliche Punkt: „Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass in Bockum-Hövel in zwei Jahren kein Loch klafft.“ Müller weiter: „Bockum-Hövel braucht einen neuen Frequenzbringer. Einfach nur ein weiteres Seniorenheim reicht da nicht.“