Prinzipiell ist es eine gute Idee, festzustellen, wie viele Lehrer in Hamm fehlen – so bezieht jetzt die FDP Position zu einem Vorschlag der Grünen. „Die Grünen sollten allerdings so ehrlich sein und zugeben, dass ihre eigene Ministerin dafür verantwortlich ist, dass die Schulen katastrophal unterbesetzt sind“, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Unter Frau Löhrmann wurden die Schulen jahrelang mit immer neuen Aufgaben überfrachtet – gleichzeitig wurde an den Lehrern gespart.“

Die Konsequenzen seien nach wie vor zu spüren. „Die rot-grüne Landesregierung hat die Schulen bei der Inklusion alleine gelassen. Sie hat bei den neuen Lehrern nicht langfristig und nachhaltig geplant. Das Resultat ist, dass zum Beginn des aktuellen Schuljahres mehr als 2100 Lehrer fehlten.“

Müller weiter: „Die Weichen sind durch Rot-Grün in den vergangenen Jahren völlig falsch gestellt worden. Das Ergebnis sind Lehrermangel und Unterrichtsausfall.“ Die Ministerin Löhrmann selbst habe sich immer wieder gegen genaue Erhebungen zum Unterrichtsausfall gewehrt. Auch in Hamm wurden Forderungen der FDP nach Erhebungen an Schulen immer wieder abgeschmettert.

„Es ist schon richtig: Jetzt ist höchste Zeit, gegenzusteuern“, sagt Müller. „Auch die Hammer Grünen können aber nicht wirklich erwarten, dass die neue Landesregierung in drei Monaten nachholt, was Rot-Grün in sieben Jahren versäumt hat.“