Die FDP bringt in die nächste Ratssitzung zwei Anträge zum Schulentwicklungsplan ein. „Wie angekündigt beantragen wir, den SEP auszusetzen und noch nicht in dieser Runde zu beschließen“, sagt Gruppensprecher Ingo Müller.

„Der Grund ist, dass sich derzeit auf Landesebene wichtige Rahmenbedingungen ändern, etwa die Rückorientierung zu G9 an den Gymnasien. Diese Wechsel sind noch nicht im SEP einkalkuliert. Das muss aber erfolgen, bevor wir die Weichen für künftige schulische Entwicklungen stellen.“

Außerdem erkennt die FDP Handlungsbedarf bei den Grundschulen im Hammer Westen. „Gerade im Hammer Westen leisten die Grundschulen wesentliche Arbeit bei der Integration von Kindern mit Zuwanderungshintergrund. Außerdem stemmen sie zusätzliche Belastungen bei der Inklusion. Wir sollten sie unterstützen, indem wir bessere Rahmenbedingungen zum Lernen bieten.“

Die FDP beantragt daher, die Verwaltung prüfen zu lassen, ob in dem Bereich gezielt kleinere Lerngruppen eingerichtet werden können – etwa, indem eine weitere Zweigstelle an eine der Grundschulen angedockt wird.

„Integration gelingt nur in kleinen Gruppen, in denen optimal auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden kann“, erklärt Müller. „Die Grundschulen im Hammer Westen leisten wichtige Arbeit. Unser Ziel muss sein, die Lernbedingungen zu verbessern, um den Kindern dort einen guten Start in ihre Bildungslaufbahn zu ermöglichen. Wir brauchen ortsnah gute Schulen mit kleinen Lerngruppen und guter räumlicher Ausstattung. Die Koalition hat zwar den Hammer Westen angeblich zur Priorität erklärt. Bislang wird hier aber nur angekündigt, Schrottimmobilien abzureißen. Höchste Zeit, dass im Kernbereich Bildung mal Taten folgen.“