Der schulpolitische Sprecher der FDP, Ludger Dorenkamp, übt scharfe Kritik an Pro Hamm. Deren Vertreter prangerten zwar die Missstände an der Karlschule an, bejubelten aber gleichzeitig die teure Errichtung der dritten Gesamtschule in Herringen. „Das passt argumentativ nicht zusammen“, so Dorenkamp. „Wer die Zustände an den bestehenden Schulen verbessern will, muss Geld in die Hand nehmen – so wie es die FDP fordert. Keinesfalls dürfen 23 Millionen Euro in eine neue Mini-Oberstufe gesteckt werden, die in Hamm nicht gebraucht wird.“

Dorenkamp betont: „Leider geht in Hamm Bildungspolitik derzeit zu Lasten der vorhandenen Schulen. Zustände wie die an der Karlschule beschriebenen müssen behoben werden, aber das geht nur mit Investitionen. Die große Koalition trägt die Verantwortung dafür, dass dieses Geld fehlt – weil sie es in eine überflüssige neue Schule steckt. Soziale Bildungspolitik geht anders.“

Die FDP will die bestehenden Schulen stärken. „Die Koalition steht in der Verantwortung den Schulen gegenüber – sowohl was den Bestand von Oberstufen betrifft als auch, wenn es um Sanierungen geht.“