Die FDP übt scharfe Kritik an der Koalition wegen ihres Vorgehens bei den verkaufsoffenen Sonntagen. „Statt zu tun, was der Stadt nützt, will vor allem die SPD bloß ihren Kopf durchsetzen und schafft damit einen Wettbewerbsnachteil für die Hammer City. Das ist unverantwortlich“, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller.

Die FDP hatte in der jüngsten Ratssitzung vorgeschlagen, die verkaufsoffenen Sonntage in der City zu stärken, indem zum einen das alte Gebiet mit der Münsterstraße wieder hergestellt wird. Zum zweiten sollte eine gemeinsame Öffnung in der Innenstadt und in Rhynern mit dem Möbelhaus Finke wieder möglich werden. Damit waren 2015 und 2016 sehr gute Erfahrungen gemacht worden.

Nun stellt sich die SPD aus Prinzip dagegen, Finke einzubeziehen. Müller dazu: „Hier darf es nicht um Befindlichkeiten einer einzelnen Partei gehen, sondern unser gemeinsames Ziel muss sein, wieder mehr Menschen zum Einkaufen nach Hamm zu locken.“

Mit den Vorstellungen der Koalition werde das Gegenteil erreicht. Müller: „Die Menschen kommen nur dann zum Einkaufen, wenn sie ein möglichst breites und für sie interessantes Angebot vorfinden.“

In anderen Städten sei das schließlich auch möglich. So dürfen die Möbelhäuser in Unna und Werl zu verkaufsoffenen Sonntagen ebenfalls öffnen. „Das muss in Hamm auch möglich sein“, so Müller.