Die FDP will mehr verkaufsoffene Sonntag in Hamm statt weniger – damit geht sie auf klaren Konfrontationskurs zur CDU. „Wir sind davon überzeugt, dass das Wegfallen von verkaufsoffenen Sonntagen zur Schwächung der Stadtbezirke führt“, sagt Gruppensprecher Ingo Müller. „Das hat das Beispiel Heessen gerade erst deutlich gemacht.“

Müller widerspricht ausdrücklich der Darstellung von Arnd Hilwig (CDU). „Die FDP hat sich in den Gremien stets für mehr verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen“, so Müller. „Herr Hilwig scheint uns da absichtlich misszuverstehen. In der Februar-Ratssitzung haben wir gegen die Vorlage gestimmt, mit der die Koalition aus Angst vor Klagen einknickte und zu wenige verkaufsoffene Sonntage in Hamm beantragte.“

Müller weiter: „Dies hielten wir damals und halten wir nach wie vor für den falschen Weg. Wer Stadtteile stärken will, muss ihnen die Gelegenheit geben, sich als Einkaufs- und Erlebnisstandorte zu positionieren.“

Müller erneuert den Vorwurf an die Hammer CDU, aus Angst vor Klagen auf Aktionen in Stadtteilen zu verzichten. „Von der Koalition erwarten wir, dass sie klare Signale für die Bezirke setzt, statt alle Aktion in der Innenstadt zu zentrieren. Eine lebendige Stadt Hamm braucht lebendige Stadtbezirke!“

Die FDP Hamm erwarte zudem, dass die neue schwarz-gelbe Landesregierung zügig darauf hinarbeiten werde, Rechtssicherheit in der Sache herzustellen.