Es ist ein absolutes Alarmzeichen – und ein Armutszeugnis für ein Sportland wie NRW: Ca. 50 Prozent der Kinder können am Ende der Grundschulzeit nicht oder nicht sicher schwimmen. Beate Oertel, FDP-Vertreterin im Sportausschuss, fordert daher eine gemeinsame Anstrengung auch der Verantwortlichen in Hamm, um hier endlich gegenzusteuern.

„In Hamm ist die Situation aufgrund der relativ guten Versorgung mit Lehrschwimmbecken zwar noch vergleichsweise gut“, sagt Oertel, auf deren Initiative sich der Sportausschuss schon vor zwei Jahren mit dem Thema beschäftigt hatte. Dennoch bestehe auch in Hamm Handlungsbedarf. Der Sportausschuss solle das Thema zur Priorität machen, so Oertel, die dies auch zur nächsten Sitzung beantragen will.

„Schwimmprojektwochen können helfen, in den Schulen wieder auf das Schwimmen aufmerksam zu machen“, schlägt Oertel vor. Das Schwimmen dürfe nicht zu kurz kommen, zum Beispiel weil Lehrer fehlten. In dem Fall könnten qualifizierte Assistenzkräfte Lehrer beim Schwimmunterricht unterstützen. Und schon in den Kitas sollte es Projekte geben, um alle Kinder an das Wasser zu gewöhnen und ihnen Ängste zu nehmen.

Die Hammer Aktionen sollten eingebunden werden in den Landesaktionsplan „Schwimmen lernen in Nordrhein-Westfalen 2019 – 2022“, so Oertel. Demnach sollen Land, Kommunen und örtliche Vereine zusammenarbeiten, damit wieder mehr Kinder sicher schwimmen lernen. Wichtig sei zudem, die Familien mit ins Boot zu holen und ihnen zu vermitteln, wie wichtig das Schwimmen für ihre Kinder ist. „Denn Schwimmen rettet Leben!“ so Oertel.