Nach dem zweiten öffentlichen Planungsgespräch zum Bergwerk Ost zieht Oliver Plötz, FDP-Bezirksvertreter in Pelkum, eine gemischte Bilanz: „Sehr gut ist, dass die Pläne sehr umfassend sind und den ganzen Bezirk in den Blick nehmen“, so Plötz. „Schlecht ist, dass der Eindruck entsteht, dass die Bürgerbeteiligung bloß Formsache ist.“

So war die Einladung zu der Veranstaltung erst vier Tage vorher veröffentlicht worden. „Ich gehe davon aus, dass der Termin schon länger feststand. Schließlich mussten ja die mitberatenden Experten anreisen – die werden das sicher nicht kurzfristig geplant haben“, sagt Plötz.

Dies sei genau das falsche Signal: „Es muss der Verwaltung klar sein, dass bei so kurzfristiger Terminplanung einige interessierte Pelkumer nicht kommen konnten. Damit signalisiert die Verwaltung den Bürgern: Wir informieren euch zwar pro forma – aber wirklich etwas beisteuern sollt ihr lieber nicht, das überlasst mal besser den ,Experten‘.“

Plötz weiter: „Die Entwicklung des Bergwerks Ost und des Bezirks Pelkum darf keine Sache der Verwaltung oder externer ,Experten‘ sein, sondern muss zwingend eine Herzensangelegenheit der Menschen vor Ort sein.“ Dies habe bei der Veranstaltung auch die SPD so gesehen, der sich Plötz mit seiner Kritik ausdrücklich anschließt. Den Bürgern wird in der BV Pelkum am 28. Juni noch einmal Gelegenheit zur Teilhabe gegeben. „Das halte ich ausdrücklich für gut und richtig – es zeigt, dass die Pelkumer Bezirksvertreter die Menschen einbinden wollen.“

Der Pelkumer FDP-Bezirksvertreter verweist noch einmal auf seinen Antrag zur Erweiterung des Radweges entlang der Zechenbahn über die Brücke über die Fangstraße hinweg zum Bergwerk, der in der jüngsten BV angenommen wurde. „Wir brauchen genau solche schnellen Maßnahmen, die jetzt den Bürgern signalisieren: Hier tut sich etwas – und ihr seid von Anfang an beteiligt.“ Dies habe auch die Diskussion am vergangenen Dienstag bewiesen: „Die große Mehrheit der Anwesenden war dafür, diese Maßnahme schnell umzusetzen.“