Stadtentwicklungsgesellschaft kauft Schrottimmobilie für 1,8 Millionen

„Die Stadtentwicklungsgesellschaft hat spätestens bei der jüngsten Gesellschafterversammlung ihr wahres Gesicht gezeigt: Sie ist eine Preistreibemaschine für Schrottimmobilien in Hamm“, sagt FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Wir sehen am Beispiel des Hochhauses in Heessen, dass die schwarz-rote Koalition bestimmte Gebäude um jeden Preis erwerben will. Und das, obwohl es nicht einmal Nachnutzungskonzepte gibt! Das ist keine Stadtentwicklung, liebe Kollegen von CDU und SPD, das ist blinder Aktionismus auf Kosten des Steuerzahlers“, so Müller.

Die Rechtfertigungsversuche von Schwarz-Rot seien mehr als schwach. „CDU und SPD haben willentlich 40 Prozent mehr bezahlt, als nach Angaben der Stadtentwicklungsgesellschaft der Verkehrswert der Immobilie beträgt. Das sind 40 Prozent Aufschlag, den die Bürger über die schwarz-rote Grundsteuererhöhung bezahlen müssen“, so Müller. Hinzu kommen in Zukunft die Belastungen, die für Abriss und Neuentwicklung auflaufen werden.

Problematisch sei außerdem, dass es der Stadtentwicklungsgesellschaft äußerst schwer fallen dürfte, das Gebiet zu entwickeln. „Es handelt sich nicht um eine attraktive Lage: direkt an einer der am meisten frequentierten Kreuzungen in Hamm“, sagt Müller und fragt: „Was will Schwarz-Rot dort machen? Dazu schweigt die Koalition beharrlich.“

Ingesamt falle die Bilanz der Stadtentwicklungsgesellschaft nach einem dreiviertel Jahr katastrophal aus. „Die schwarz-rote Grundsteuererhöhung spült der Stadtentwicklungsgesellschaft fünf Millionen Euro Spielgeld jährlich in die Kassen. Dafür bekommen die Bürger – nichts: keine Konzepte, keinen Weitblick, keine Ideen, nichts als Spesen“, sagt Ingo Müller.