Wettbewerb belebt: Unter diesem Blickpunkt sieht die FDP Hamm die Bewerbung des Verkehrsunternehmens Breitenbach um eine Konzession für den Buslinienbetrieb in Hamm. „Auch im öffentlichen Nahverkehr belebt Konkurrenz das Geschäft, zeigt neue Alternativen auf und sorgt im besten Falle für mehr Kostentransparenz“, so Marion Kötters-Wenner, FDP-Vertreterin im Aufsichtsrat der Stadtwerke. „Klar muss sein, dass im Vordergrund die Qualität des Angebots und die Kundeninteressen stehen müssen.“

Kötters-Wenner betont: „Auf keinen Fall dürfen wir eine ideologische Debatte darüber führen, dass öffentliche Anbieter prinzipiell gut und private prinzipiell ,schlecht‘ seien. Wenn sich Herr Herter öffentlich darüber auslässt, dass das Interesse eines Privatunternehmens am ÖPNV gleich eine ,Zwangsprivatisierung durch die Hintertür‘ bedeuten soll, ist das schon mehr als fragwürdig. Wir leben in einer freien Wirtschaft, in der es möglich und gesetzlich auch vorgesehen ist, dass sich private Anbieter um öffentliche Dienstleistungen bewerben.“

Die Bezirksregierung werde gut beraten sein, ihre Entscheidung transparent zu machen. Sie müsse bei ihrer Entscheidung prüfen, ob Qualitätsstandards, die im Dienstleistungsbereich üblich sind, auch unter dem Angebot der konkurrierenden Unternehmen eingehalten werden. Dazu gehören ordentliche Busse, kundenorientiertes Fahrpersonal, das auch beraten kann, zuverlässige Einhaltung der Fahrpläne sowie die Beteiligung von Kunden etwa durch ein gutes Beschwerdemanagement.

Letztlich müsse der beste Anbieter gewählt werden. „Wenn das am Ende die Stadtwerke sind: wunderbar! Sie haben dafür sicherlich allerbeste Voraussetzungen“, unterstreicht Kötters-Wenner.