Der schulpolitische Sprecher der FDP, Ludger Dorenkamp, erwidert auf den offenen Brief der Heessener SPD-Politikerin Dilek Erdogan: „Ihre Einlassungen sind unglaubwürdig. Die FDP bleibt daher bei ihrer Haltung: Wir fordern die SPD auf, ihre Pläne für die Karlschule offenzulegen. Falls die SPD dazu nicht in der Lage ist, appellieren wir an ihren Koalitionspartner CDU, endlich für Offenheit gegenüber Eltern, Schülern und Lehrern zu sorgen.“

Dorenkamp erinnert daran, dass es seinerzeit die SPD war, die Personal und Eltern der Karlschule vor den Kopf stieß, indem sie sie aus der Zeitung wissen ließ, dass die SPD die Schule auf der Streichliste hatte. „So geht man mit einer Schule nicht um“, so Dorenkamp.

Leider habe die SPD aber so weitergemacht. „Wenn Frau Erdogan behauptet, sie sei durch Schulbereisungen über den schlechten baulichen Zustand an der Karlschule informiert gewesen, wird die Haltung der SPD nur noch unverständlicher: Warum hat sie dann nicht längst etwas unternommen – im Sinne der Kinder?“ fragt Dorenkamp.

„Die SPD wollte unbedingt eine Schuldezernentin installieren. Trotzdem ist sie nicht in der Lage, für annehmbare Zustände an einer Hauptschule zu sorgen“, sagt Dorenkamp.

„Das zeigt: Der Ideologievorwurf trifft die SPD selbst. Sie hat es schlicht nicht für nötig gehalten, aktiv zu werden. Sie sieht die Karlschule als Verfügungsmasse für ihre Zusammenlegungspläne. Ausbaden müssen das die Kinder!“