Wieso stehen Lkw und Privatwagen ständig im Stau? Weshalb kommen dringend benötigte Entlastungsstraßen nicht? Darüber diskutiert der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christof Rasche, derzeit mit Unternehmern und interessierten Privatleuten. Am 30. August machte die “Tour de Stau”, eine Debattenreihe der Friedrich-Naumann-Stiftung, Station in Hamm.

Im Edeka-Logistikzentrum sprachen Rasche, der Hammer Unternehmer Thorsten Slojewski und Stefan Pelzer von der IHK zu Dortmund über Gründe für den drohenden Verkehrsinfarkt im Land.

“Prognosen zufolge wird der Güterverkehr bis zum Jahr 2030 bis zu 30 oder gar 40 Prozent zunehmen”, so Rasche. Gleichzeitig lägen wichtige Straßenbauprojekte auf Eis. Die im Bundesverkehrswegeplan priorisierte Bau der A 445 als Anschluss der A 44 an die A 2 werde von der rot-grünen Landesregierung verschleppt.

“Erreichbarkeit ist der wichtigste Punkt für Unternehmen”, erklärte Pelzer. Unternehmer Slojewski erläuterte, wie knapp Spediteure heute kalkulieren müssen. “Dabei müssen unsere Fahrer riesige Umwege nehmen, weil mal wieder Stau ist oder eine Baustelle sich hinzieht.”

Rasche formulierte Lösungen: “Wir brauchen klare Zielvereinbarungen. Projekte müssen viel schneller durch die Planung gehen.”

Und auch der Bürger müsse sich darüber im Klaren sein, was es bedeutet, jeden Tag eine Auswahl von Marmeladen oder frischem Obst im Supermarkt vorzufinden. “Der Lieferverkehr muss ja irgendwo hin.”