In der Debatte um die Erweiterung des Uentroper Gewerbegebiets schlägt die FDP vor, nach alternativen Flächen zu suchen. „Wir sind ausdrücklich für eine Erweiterung, weil sie Firmenstandorte und damit Arbeitsplätze sichert“, so Beate Oertel, Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Uentrop. „Wir halten allerdings die Wahl der Fläche für falsch.“

Das Naturschutzgebiet Geithe hat eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiet für die Bürger. Diese soll erhalten bleiben. Oertel: „Es geht hier ja nicht bloß um eine Gewerbefläche, sondern ausdrücklich um eine Industriefläche. Wir sollten vermeiden, Schwerindustrie nah an die Geithe heranzuholen.“

Als Alternativen schlägt die FDP Uentrop den Vormontageplatz des Kraftwerks vor. Außerdem seien noch freie Flächen nördlich der Lippestraße, direkt gegenüber des Kraftwerks, vorhanden – dort, wo noch alte Kühltürme stehen.

Nun komme es auf den politischen Willen an, diese Alternativen auch zu nutzen.

Aus FDP-Sicht, so Oertel, sei es widersinnig, ein Industriegebiet direkt an die Geithe heranzuholen. Zum Vergleich: Jüngst hat die Landesregierung beschlossen, dass Windräder nicht näher als 1500 Meter an Wohneinheiten, aber auch an Waldflächen gebaut werden dürfen. „An dieser Stelle sollten wir mit einer Industriefläche mindestens ebenso zurückhaltend sein.“