Im Juli hat der Rat den FDP-Antrag „Zukunftskonzept Mobilität“ beschlossen. Die FDP erwartet jetzt, dass spätestens bis zur Ratssitzung im Dezember erste Maßnahmen daraus umgesetzt sind. Gruppensprecher Ingo Müller: „Wir haben einen gültigen Ratsbeschluss und hoffen, dass wir auf dieser Basis bald auch die ersten Resultate sehen können.“

Die FDP hatte im Juli unter anderem beantragt, dass eine Verkehrsflussanalyse durchgeführt wird. Damit soll festgestellt werden, wo wann besonders viele Menschen unterwegs sind – und mit welchen Verkehrsmitteln. „Darauf basierend wollen wir Maßnahmen zur Verbesserung durchführen“, erklärt Müller. Das könne zum Beispiel eine „grüne Welle“ sein, damit der Autoverkehr besser fließt. So würden Kosten gespart, Lärm reduziert, und die Umweltbelastung würde sinken.

Ein zweiter wichtiger Punkt: Die FDP will überprüfen lassen, wie der Anschluss zwischen öffentlichem Nahverkehr und privatem Verkehr funktioniert. Das heißt konkret: Können Menschen mit dichter Taktung von Bahn auf Bus umsteigen, oder gibt es hier Lücken?

„Wir erwarten nun die Ergebnisse dieser Analysen“, so Müller. Darauf basierend soll entschieden werden, wie Verkehr in Hamm in den kommenden Jahren gestaltet werden wird.

Eine klare Absage erteilt die FDP dem neuen Mobililitäts-Antrag der Grünen. „Die Grünen haben im Prinzip unsere Idee einer pragmatischen Mobilitätsplanung abgekupfert und ideologisch umgefärbt“, so Müller. „Das wird es mit uns aber nicht geben.“

Die FDP sei offen für sachliche Analysen und darauf basierende pragmatische Lösungen. Eine pauschale Verurteilung etwa des Autoverkehrs lehnt sie ab.

„Wir wollen und werden den Bürgern nicht vorschreiben, wie sie unterwegs zu sein haben“, betont Müller. „Wir wollen ein besseres Angebot für alle: einen vernetzteren und moderneren ÖPNV und einen flüssigeren Individualverkehr in Hamm.“