FDP-Gruppensprecher Ingo Müller stellt in der Debatte um das Thema Lippeaue klar: „Wir sollten offen darüber sprechen, wie die Lippeauen für die Menschen geöffnet und für die Entwicklung der Innenstadt nutzbar gemacht werden können. Nicht hilfreich ist es, wenn in der Diskussion Inhalte verkehrt dargestellt werden, wie von Herrn Hilwig.“
Müller weiter: „Offenbar hat die CDU weder die grundlegenden Argumente der FDP verstanden, noch kann sie das Potenzial der innenstadtnahen Flächen am Wasser richtig einschätzen. Unsere Position erklären wir Herrn Hilwig aber gerne noch einmal.“

Die FDP legt ihren Fokus auf die Flächen südlich des Kanals und auf die Anbindung an die Innenstadt. “Hier muss aus unserer Sicht zwingend ein Konzept erstellt werden, das das Potenzial der Wassernähe mit wirtschaftlicher Entwicklung verbindet. Nur so kann die Innenstadt profitieren. Das kommt in den bisherigen Plänen viel zu kurz.“
Eine Entwicklung der Flächen müsse sich immer zugleich in Richtung Innenstadt orientieren. „Wir brauchen einen Frequenzbringer, der verlässlich jeden Tag Menschen anzieht, und das nicht nur im Sommer. Dafür reicht nicht nur Kleingastronomie, sondern das könnte in Richtung Dienstleistung oder Kreativgewerbe gehen, oder es könnte eine Einrichtung sein, die für Studium und Forschung interessant ist.“

Keineswegs hat die FDP vorgeschlagen, die Lippeauen zu bebauen. „Das hat Herr Hilwig gründlich falsch verstanden“, so Müller. „Es war die SPD, die Luftschlösser errichtete und Projekte vorschlug, die nicht umgesetzt werden können – Stichwort Ausflugsdampfer. Das sollte die CDU besser mit ihrem Koalitionspartner klären.“

An ihrer grundsätzlichen Kritik an der ökologischen Ausrichtung der Lippeauen-Gestaltung hält die FDP fest. „In Innenstadtnähe kann nicht die Umwelt, sondern hier muss aus Sicht der FDP der Mensch im Vordergrund der Planungen stehen. Die CDU-Formel aber lautet offenbar: mehr Öko, weniger Mensch.“