Alle Jahre wieder…. Es war wohl von den Grünen nicht anders zu erwarten: Kaum regt sich eine Meinung, die ihnen nicht ins Weltbild passt, fühlen sie sich angegriffen. So zu beobachten bei der Reaktion von Siegbert Künzel auf die Bürgerinitiative gegen Windkraft in Bockum-Hövel. „Es ist schon interessant: Sonst sind die Grünen für Bürgerinitiativen. Nur wenn diese sich gegen die Meinung der Grünen richten, dann sind die BIs auf einmal nicht mehr ganz so erwünscht“, sagt Ingo Müller, FDP-Gruppensprecher.
Er ruft die Grünen zu mehr Gelassenheit im Umgang mit den besorgten Bürgern aus Bockum-Hövel auf. „Es geht hier um Menschen vor Ort, die sich kritisch mit dem Thema Windkraft auseinandersetzen und für ihre Meinung einstehen. Das verdient zunächst einmal Respekt“, so Müller.
„Die Grünen sind wahrscheinlich deswegen so angefasst, weil sie selbst zum Thema Windkraft in Hamm noch keine eigene Meinung formuliert haben. Sie sind zwar immer für grüne Energie. Mit den Auswirkungen der Windräder auf die Umwelt und auf die Menschen um sie herum setzen sie sich allerdings nicht auseinander. Das wiederum finden wir Freien Demokraten respektlos den Menschen gegenüber.“
Zu den Vorwürfen der Grünen gegen die FDP bezieht Müller klare Haltung: „Gegen Finke waren die Grünen auch. Und jetzt haben wir einen funktionierenden Möbelmarkt in Hamm. Alle Befürchtungen, vor allem im Bereich Verkehr, sind ausgeblieben. Das hätten wir früher haben können, wenn wir nicht den Höhlenflohkrebs hätten jagen müssen.“
Und auch beim Thema Hähnchenmastanlage steht die FDP zu ihrer Entscheidung für die Erweiterung: „Natürlich sind wir dafür, Unternehmensstandorte zu sichern und damit auch Existenzen – auch in der Landwirtschaft. Die Grünen dagegen haben schon bei Finke vergeblich versucht, Arbeitsplätze zu verhindern. Das sollten sie den Menschen in Hamm einmal erklären.“