Die FDP-Gruppe im Rat will mit eigenen Anträgen die Digitalisierung in der Stadt Hamm vorantreiben. „Die Vorlagen der Koalition zu diesem Thema sind bloß ,Digitalisierung light‘“, so Gruppensprecher Ingo Müller. Die Beschlussvorlage für den Rat wimmele von Allgemeinplätzen. „Konkrete Vorhaben werden kaum benannt.“

Deshalb bringt die FDP eigene Impulse ein. „Es kann nicht sein, dass sich die Stadt im April eine Woche lang als digitale Stadt präsentieren will, aber seit Jahren nicht konsequent am Breitbandausbau gearbeitet wurde, obwohl die Fördergelder längst da gewesen wären“, erklärt Müller.

Noch im Dezember weigerte sich die Koalition, mit eigenem Geld für mehr Digitalisierung so sorgen. Dabei gab es eine Initiative der FDP, im Haushalt 50 000 Euro für digitale Planung bereitzustellen. „Das wurde aber abgelehnt. Das war der Koalition nicht wichtig genug.“

Jetzt beantragt die FDP: Die Verwaltung soll ein Gesamtkonzept „Digitale Verwaltung“ vorlegen – mit Fokus auf Serviceleistungen für die Bürger. Am besten bis zur „Digitalen Woche“ soll ein Überblick vorliegen, was die Bürger bereits digital erledigen können – und was nicht.

In Sachen schnelles Internet soll die Stadt laut dem FDP-Antrag dafür sorgen, dass jetzt nicht nur an den „weißen Flecken“ gearbeitet wird, sondern die Versorgung überall auf den schnellstmöglichen Stand gebracht wird. „Sonst kann man keine ,Smart City‘ betreiben“, sagt Müller.

Und die FDP beantragt: Die Stadt soll am Marktplatz rund um die Pauluskirche einen öffentlichen, kostenlosen W-LAN-Hotspot einrichten. „Damit auch nach außen das Zeichen gesetzt wird: Hamm ist digital“, so der Gruppensprecher.