Die FDP fordert die SPD nochmals nachdrücklich auf, endlich Ernst zu machen mit dem schnellen Internet in Hamm. „Bisher kann die SPD – ebenso wie ihr Koalitionspartner –keine Erfolge vorweisen“, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Dass Herr Herter behauptet, die SPD bearbeite das Thema schnelles Internet seit zwei Jahren, macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer. Denn erreicht wurde in dieser Zeit – nichts.“

Vor zwei Jahren stellte die Koalition selbst einen Ratsantrag (Nummer 0292/15), in dem sie forderte, in Hamm flächendeckend eine Versorgung mit einer Geschwindigkeit von 50 mbit/s einzurichten. „In wie vielen Randbezirken ist diese Versorgung inzwischen erreicht worden?“ fragt Müller. Die Antwort liege auf der Hand: „Nichts hat sich getan. Die Koalition hat nicht einmal ihren eigenen Antrag ernst genug genommen, um das Zukunftsthema Digitalisierung endlich voranzutreiben.“ Das zeigte erst im September der Computerbild-Test, demzufolge Hamm mit durchschnittlich 18 Kilobits/s auf unter den 50 größten Städten Deutschlands dem letzten Platz landete.

Ihre eigene Untätigkeit versuchten SPD und CDU notdürftig zu verschleiern. „Die Sitzung des Aufsichtsrats der Stadtwerke, in der die Beschlüsse zur Internetversorgung getroffen wurden, fand erst nach der jüngsten Ratssitzung statt“, erinnert Müller. „Dafür, dass die SPD unseren Antrag als Show bezeichnet, hat er also bereits für viel Bewegung gesorgt“, bemerkt der Gruppensprecher.