In der September-Ratssitzung ist deutlich geworden: Die FDP bleibt ihrer Linie treu und streitet für eine schlanke, kostengünstige Verwaltung, für Ausgabenkontrolle und damit für eine möglichst geringe Belastung der Bürger. Damit stehen Ingo Müller und Uli Reuter im Rat inzwischen leider alleine da.

Das wurde deutlich an der Debatte über die Ausschreibung der Stelle des Schuldezernenten, den die SPD durchsetzen will. Inzwischen preist die SPD den Posten als Groß-Dezernenten für Bildung und Kultur an. Den Nachfragen der FDP, was dieser Groß-Dezernent denn überhaupt machen soll, weicht die große Koalition seit Wochen aus. Die Stellenbeschreibung ist vage gehalten.

Ingo Müller wurde im Rat deutlich: „Das ist die Abkehr vom Prinzip der schlanken, kostengünstigen Verwaltung, auf die wir in Hamm bisher stolz gewesen sind.“ Den Vorwurf richtete Müller vor allem an die CDU, die dieses Prinzip bisher ebenso vertreten hatte wie die FDP.

Die FDP ist überzeugt: Die bisherige Verwaltungsstruktur funktioniert. Hamm kann sich den teuren Schuldezernenten sparen.

Leider entschied die Ratsmehrheit, dass die Bürger die zusätzliche Dezernentenstelle demnächst finanzieren müssen.

Auf der Tagesordnung standen einige Anfragen und Anträge der FDP. Unter anderem soll die Verwaltung eine sachliche Erhebung durchführen, an welchen Schulen in Hamm Lehrerstellen fehlen, und wieviel Unterricht deswegen ausfällt. Das Thema wurde in den Schulausschuss verwiesen, dort werden wir dranbleiben.