Erst Pflichtaufgaben abarbeiten, erst dann weiterdenken – das empfiehlt FDP-Gruppensprecher Ingo Müller der SPD, die unter ihrem Fraktionsvorsitzenden einen Vorstoß in Richtung Smart City macht. Das hält die FDP zwar grundsätzlich für richtig. „Hier wird aber der zweite Schritt vor dem ersten gemacht“, so Müller. „Bisher hat die Koalition in Hamm schon bei der Grundversorgung von Bürgern und Unternehmen mit schnellem Internet herzlich wenig zustande gebracht. Und schnelles Internet ist nun mal Grundvoraussetzung für eine ,smarte‘ Stadt.“

Derzeit bastele die Koalition an den „weißen Flecken“ im ländlichen Bereich herum. Das sei zwar gut. Dabei werde aber vernachlässigt, die Innenstadt auf den – schnellen – Stand der Dinge zu bringen. Es bestehe die Gefahr, so Müller, dass man in Hamm demnächst auf den Dörfern über Glasfaser angeschlossen sein – es aber in der Stadt  noch immer keine Glasfaseranschlüsse bis ans Haus gebe.

Hamm als „digitale Stadt“? „Das bekommt die Koalition nicht mal in der Außenwirkung hin. So gibt es in der Innenstadt kein freies W-LAN“, zieht Müller Bilanz. Erst, nachdem die FDP in der jüngsten Ratssitzung einen Antrag stellte, wollte die Koalition mal darüber nachdenken.

„So geht es nicht“, sagt Müller an die Adresse der SPD. „Erst in Hamm Voraussetzungen schaffen, dann weiterdenken. Ihrem Plan fehlt es an der soliden Grundlage – weil Sie sie selbst nicht gelegt haben.“