Die FDP-Gruppe Hamm distanziert sich ausdrücklich von den selbst ernannten Bürgerwehren in Hamm. „Das Gewaltmonopol liegt aus guten Gründen beim Staat“, so Gruppensprecher Ingo Müller. „Wir warnen ausdrücklich davor, dass selbst ernannte Ordnungshüter durch die Straßen patrouillieren und gegebenenfalls Passanten ansprechen. Das sorgt am Ende für Verunsicherung bei allen Bürgern.“
Die FDP erkennt an, dass es Menschen gibt, die derzeit verunsichert sind, gerade im Zuge der landesweiten Debatte um Polizeipräsenz nach den Vorfällen von Köln. „Die Bürger müssen wissen, dass die Polizei im Notfall da ist, und das schnellstmöglich. Die Sicherheitsbehörden müssen den Kontakt zu den Menschen suchen und ihnen versichern, dass sie sich auf Polizei und Ordnungsamt verlassen können.“
Verunsicherung könne aber keine Legitimation für Einzelne sein, sich als Hobby-Sheriff aufzuführen. „Wir müssen Acht geben“, so Ingo Müller, „dass wir nicht in eine Situation kommen, in der einige Menschen glauben, andere kontrollieren zu dürfen. Ich meine damit ausdrücklich nicht den Nachbarn, der mal nach der Wohnung des anderen schaut, wenn dieser im Urlaub ist, oder einen Passanten, der einen Übergriff mitbekommt und die Polizei ruft. Dieser Anruf muss allerdings immer der nächste Schritt sein. Die Hoheit der Polizei darf nicht verletzt werden.“