Die FDP Bockum-Hövel vermisst Informationen zur Pieperstraßenbrücke: Bezirksvertreterin Stefani Müller-Veit bemängelt, dass mehrere Anfragen noch nicht beantwortet worden seien. So hat sie keine Stellungnahme zu einer FDP-Anfrage erhalten, die sie im Juni an die BV gestellt hatte. „Seinerzeit hieß es, die Fragestellungen seien zu umfangreich, deswegen wollte die Verwaltung erst zur nächsten Sitzung Stellung nehmen. Jetzt sind drei Monate vergangen, und es liegt noch immer keine Antwort vor.“ Die BV tagt am 21. September. „Es ist bezeichnend, das gerade bei diesem Thema, das viele Bürger bewegt, sämtliche Informationen fehlen.

Müller-Veit hatte im Juni angefragt, wie es dazu kommen konnte, dass die Pieperstraßenbrücke vor zehn Jahren saniert worden war, aber dann in 2015 so gravierende Mängel auftraten, dass die Brücke schnell abgerissen werden musste. Die Verwaltung konnte das seinerzeit nicht beantworten. Außerdem konnte die Verwaltung nicht begründen, weshalb die Brücke wenige Monate nach ihrem Abriss plötzlich nicht mehr als „wichtige Wegeverbindung“ galt – entgegen früheren Aussagen.

Interessanterweise liegt auch keine Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage aus März vor – seinerzeit gestellt von CDU und SPD. „Dort wurde zum Beispiel gefragt, wie teuer ein Neubau wäre und wie schnell er umzusetzen wäre. Auch diese Angaben wurden bis heute nicht gemacht. Es ist auffällig, wie vage die Verwaltung bei diesem Thema bleibt, es gibt zum Beispiel nur Gerüchte über die tatsächlichen Kosten der Wiederherstellung der Brücke und auf diesen Gerüchten basiert dann wohl der Kompromissvorschlag der großen Koalition. Ich erwarte, dass sich das ändert: Die BV muss sich darauf verlassen können, dass Fragen zügig und umfassend beantwortet werden. Die fehlende Transparenz, gerade bei diesem Thema, ist ein Schlag ins Gesicht für die Bürger!”