Erfolgsgeschichte SEG? Die FDP weist die Bilanz der Koalition zur Stadtentwicklungsgesellschaft entschieden zurück. „Um eine Erfolgsgeschichte zu haben, müsste man erst einmal Erfolge vorweisen“, sagt FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. Den Nachweis, dass die SEG Hamm nachhaltig voranbringe, seien CDU und SPD nach wie vor schuldig.

„Jubelbilanzen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Hamm keine für die Bürger in der Breite spürbare Verbesserung eingetreten ist“, so Müller. „Ein abgerissenes Haus macht noch keinen Erfolg.“

Wenn man dem Bürger schon aus politischen Gründen ein Sonderopfer von 5 Millionen Euro im Jahr abverlange, dann müsse der Bürger auch etwas dafür bekommen – zum Beispiel mehr Investitionen in schnelles Internet, ein verbessertes Freizeitangebot oder eine attraktive Einkaufsstadt. „In allen diesen Punkten lässt die Bilanz zu wünschen übrig“, sagt der FDP-Gruppensprecher.

Zudem agiere die SEG willkürlich, denn: „Aus welchem Grund soll das eine Schrotthaus abgerissen werden, während ein anderes, genau so heruntergewirtschaftetes Haus stehen bleiben darf? Es ist doch gar nicht so viel Geld da, um alle renovierungsbedürftigen Häuser abzuräumen – selbst wenn sich die Stadt bis ins nächste Jahrhundert hinein verschulden würde.“ Indessen freuten sich die Eigentümer, die Preise weit über Marktwert einstrichen.

Vor allem konnte ein ganz zentrales Versprechen der SEG nicht eingelöst werden: CDU und SPD wollten die jährlich 5 Millionen Euro eigentlich durch Fördergelder verfünffachen. „Das ist nicht geschehen, und das war auch von Anfang an klar: Die versprochene Verfünffachung war eine leere Versprechung, um den Bürgern die bittere Pille zu versüßen.“