Schluss mit dem Bildungswirrwarr! fordert die FDP-Gruppe. Vor allem müsse Schluss sein damit, dass alle paar Wochen über eine neue Gesamtschule diskutiert wird, sagt FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Die Anmeldezahlen beweisen einmal mehr: Eltern wählen die Schulform, die für ihr Kind am besten ist. Mehrheitlich entscheiden sich die Hammer Eltern damit für eine vielfältige Schullandschaft. Das müssen Linke, SPD und alle anderen, die immer wieder blind nach einer weiteren Gesamtschule rufen, endlich akzeptieren.“

Wer eine neue Gesamtschule fordere, müsse offenlegen, welche andere Schule dafür geschlossen oder umgewandelt werden solle. Das gebiete die Ehrlichkeit. Außerdem müsse eine neue Gesamtschule auch finanziert werden. Die Arnold-Freymuth-Gesamtschule kostete 13 Millionen Euro. „Dieses Geld fehlt den anderen Schulen“, sagt Müller.

Die FDP fordert nun: Schluss mit der vorgezogenen Anmeldephase für Gesamtschulen. „Diese Privilegierung brauchen die Gesamtschulen nicht. Sie sind fit, sich dem Wettbewerb mit den anderen Schulen in einer gemeinsamen Anmeldephase zu stellen.“

Was die immer wieder aufflammende Systemdebatte betrifft, so sei hier die Koalition in der Pflicht, für Klarheit zu sorgen. „Wir weisen seit Jahren darauf hin, wie schädlich es für die Schulen ist, wenn ständig ihre Existenz in Frage gestellt wird“, so Müller.

Stattdessen müsse die hervorragende Arbeit der Hammer Schulen erkannt und geschätzt werden. So hat Hamm mit der Karlschule eine Hauptschule, die sich 2018 unter den 20 besten Schulen Deutschlands platzierte. „Und mit der Auszeichnung der Anne-Frank-Schule als Talentschule hat das Land ein deutliches Zeichen hin zur Stärkung des vielfältigen Schulsystems in Hamm gegeben.“ Auf diesem Wege müsse es weitergehen.