Amüsiert reagiert FDP-Gruppensprecher Ingo Müller auf die Kritik der Grünen an der Arbeit der Hammer Wirtschaftsförderung: „Ausgerechnet die Grünen entdecken das Thema Ausbildungsplätze! Und das, nachdem sie über die vergangenen Jahre alles getan haben, um Ansiedlungen und damit neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu verhindern“, so Müller. „Sie sollten sich schon entscheiden: Höhlenflohkrebse oder Jobs.“

Müller verweist aber auch auf den ernsten Hintergrund der Debatte: „Leider müssen wir erleben, dass das Thema Jobs instrumentalisiert wird. Wir als FDP sagen hingegen: Wir sind in Hamm in der Pflicht, vor allem junge Menschen in Arbeit zu bringen.“

Dafür brauche es ein breites politisches Bündnis: „Unser Motto muss sein: Vorfahrt für Arbeit und Ausbildung. Hier macht die Wirtschaftsförderung aus unserer Sicht einen guten Job. Aber sie kann nicht alles allein richten. Es würde schon helfen, wenn nicht jede geplante Ansiedlung öffentlich kaputtgeredet wird – das hat nämlich eine abschreckende Wirkung auf Unternehmen. Und es sind die Unternehmen, die Jobs schaffen.“

Müller weiter: „Außerdem sollten die Grünen aufhören, Arbeitsmöglichkeiten gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen in Hamm eine große Bandbreite an Arbeits- und Ausbildungsplätzen: vom Call-Center bis zum Hochschulprofessoren. Nur so können möglichst viele Menschen erreicht werden.“