Die FDP bedauert die Schließung des Josefs-Krankenhauses in Bockum-Hövel, ist aber überzeugt, dass durch den Neubau in Heessen der Gesundheitsstandort Hamm gestärkt wird. „Mit dem Bau des neuen Hauses wird das medizinische Angebot in Hamm auf einen modernen Stand gebracht“, sagt Gruppensprecher Ingo Müller. „Die medizinische Versorgung insgesamt wird verbessert. Zugleich ist es eine gute Nachricht, dass die Angestellten ihre Arbeitsplätze behalten.“

Stefani Müller-Veit, FDP-Bezirksvertreterin in Bockum-Hövel, bedauert gleichfalls die Schließung, weil damit ein Stück Bockum-Höveler Tradition endet. „Dennoch müssen wir sofort anfangen, eine Perspektive für die Zeit danach zu erarbeiten“, fordert sie. „Das Krankenhaus ist ein Magnet für die Bockum-Höveler City. Wenn es geschlossen wird, verliert der Bockum-Höveler Kern Besucherfrequenz und Kaufkraft.“

An die Adresse von Bezirksvorsteher Udo Helm (CDU) sagt sie: „Es ist zwar löblich, dass er sich für das Krankenhaus einsetzen will, aber leider völlig nutzlos. Denn die Verwaltung ist offenbar bereits in ersten Gesprächen mit den Franziskanern. Auch der Oberbürgermeister war informiert.“

Nun müsse man sich an der Zukunft orientieren. Die FDP fordert, mit dem bereits beschlossenen Stärkungskonzept für Bockum-Hövel den gesamten Bereich der Bockum-Höveler Innenstadt bis zur Berufsschule zu überplanen. „Daher müssen jetzt auch die Planungen zum Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule gestoppt werden. Ziel muss ein ganzheitliches Konzept für Bockum-Hövel sein.“