Da scheinen wenigstens einige Hammer Christdemokraten noch einen klaren Kopf zu haben: So reagiert die FDP auf die Kritik der Jungen Union an der Schulpolitik ihrer Mutter CDU. Gruppensprecher Ingo Müller: „Wir teilen die Ansicht der Jungen Union voll und ganz: Bei den Themen, die sich die SPD auf die Fahnen geschrieben hat – wie das kostenlose Mittagessen und den Schuldezernenten – geht es nur um sozialdemokratische Selbstdarstellung. Und die CDU nickt das alles willenlos ab.“

Müller wirft der CDU vor, durch ihre passive Haltung den Schulen in Hamm ernsthaft zu schaden. „Die CDU legt die Hände in den Schoß, während die SPD mit Rückendeckung aus Arnsberg rote Landespolitik durchsetzt. Gerade in diesen Tagen sieht die CDU nur zu, während die SPD willentlich eine Verschlechterung der Ausstattung an den Hammer Schulen in Kauf nimmt, nur um ein rotes Wahlversprechen einzulösen. Dafür macht die CDU klaglos mit, wenn die SPD für 300 000 Euro im Jahr einen Schuldezernenten ins Amt hievt.“

Müller fordert endlich eine Besinnung auf eine solide Schulpolitik. „Es muss um guten Unterricht und gute Ausstattung an allen Hammer Schulen gehen. Es muss dafür gesorgt werden, dass ausreichend Lehrer vorhanden sind, und dass die Schulen Geld haben, um wenigstens Kopien für alle Schüler bezahlen zu können.“

Müller weiter: „Es ist bezeichnend, dass die einzigen in der CDU, die das Spiel durchschauen, die Jungen sind, diejenigen, die noch nah dran sind an Themen wie Schule und Bildung und daher wissen, wie wichtig es ist, hier Geld zu investieren. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn auch die große Mutter CDU endlich aufwachen würde.“