Dass ausgerechnet an der Heessener Karlschule Toiletten ruiniert sind und Fenster nicht mehr schließen, ist laut Ludger Dorenkamp, schulpolitischer Sprecher der FDP, kein Zufall: „Die Karlschule steht seit vielen Jahren auf der Abschuss-Liste der SPD. Deswegen ist es aus Sicht der Sozialdemokraten offenbar logisch, hier nicht mehr zu investieren“, zieht Dorenkamp Bilanz. „Das aber ist Schulpolitik auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen: Hier sind junge Menschen betroffen, die unter unmöglichen Bedingungen zur Schule gehen müssen.“

Dorenkamp fordert: „Vor allem die SPD-Schuldezernentin ist in der Pflicht: Sie muss den Schülern, Eltern und dem Personal der Karlschule jetzt erklären, weshalb Schulpolitik auf ihrem Rücken ausgetragen wird.“

Dorenkamp weiter: „Die kaputten Toiletten sind das direkte Resultat der Zöger- und Zauderpolitik der Koalition: SPD und CDU scheuen seit langer Zeit davor zurück, sich zu ihrer Haltung zur Karlschule zu bekennen, weil sie die öffentliche Diskussion fürchten.“

Die FDP fordert: Die Karten müssen sofort auf den Tisch. „SPD und CDU müssen jetzt erklären, was aus der Karlschule werden soll. Ein weiteres Zögern wäre unverantwortlich gegenüber allen Betroffenen.“

Vernünftig wäre, so Dorenkamp, ein Erhalt der Karlschule mit ihren pädagogischen Konzepten. „Die Karlschule leistet gute und wichtige Integrationsarbeit. Das sollten wir endlich alle anerkennen, statt die Schule hinten herum zu schwächen.“