Der Fall Hochhaus Heessener Straße ist ein klassischer Fall von „Was schert mich mein Gerede von gestern“. So kritisiert FDP-Gruppensprecher Ingo Müller das Vorgehen der Stadt beim Planungswettbewerb. „Gerade die SPD hatte groß damit geworben, die Bürger eng in die Planungen einzubinden. Stattdessen bricht sie wieder einmal ihr Wort.“

Denn genau das Gegenteil sei jetzt der Fall: Der Architektenwettbewerb hat ohne Information der Öffentlichkeit begonnen. Die Pläne werden erst Anfang Juli einer Jury gezeigt, die sich hauptsächlich aus Verwaltungsvertretern zusammensetzt. „Das bedeutet, die Bürger werden wohl erst nach der Sommerpause greifbare Informationen erhalten, was auf sie zukommt“, so Müller.

Müller, der auch in der Gesellschafterversammlung der Stadtentwicklungsgesellschaft sitzt, stimmte gegen den Architektenwettbewerb. „Die Stadt gibt für den Wettbewerb noch einmal eine sechsstellige Summe aus. Das Geld könnten wir uns sparen“, sagt er.

Sein Vorschlag: Die potenziellen Investoren sollten Vorschläge machen – nach Gestaltungsvorgaben der Stadt, wie es bei anderen Projekten auch üblich ist.

„Aber CDU und SPD haben sich dafür entschieden, noch mehr Geld auszugeben. Was dabei herauskommen soll, halten sie unter Verschluss. Wir sind gespannt, welches Scheibchen an Information sie den Bürgern als nächstes zugestehen.“