Rund um den Ausbau der Straße „Im Sundern“ bleiben einige wichtige Fragen offen. Zumal jetzt bekannt wurde, dass die Anlieger – hauptsächlich Handwerksbetriebe – die Anliegerbeiträge in Höhe von ca. 655 000 Euro im Voraus zahlen sollen Mit einer Anfrage an die BV Bockum-Hövel will FDP-Bezirksvertreterin Stefani Müller-Veit ergründen, wieso.

„Es ist bei solchen Projekten üblich, zunächst die Endabrechnung abzuwarten, um dann die real entstandenen Kosten aufzuteilen.“

Es handelt sich bei den Anliegern um 8 Handwerksbetriebe mit insgesamt rund 120 Mitarbeitern. Zeit, um Rückstellungen zu bilden, wird ihnen nicht gelassen. Müller-Veit vermutet andere Gründe. „Es geht hier um die Nachwirkungen der Debatte um die Pieperstraßenbrücke. Der Sundern wurde den Bürgern als wichtige Verbindung zwischen Ortskern und Bahnhof versprochen. Die Kosten sollen jetzt aber wenigen Anliegern aufgebürdet werden. Es sieht so aus, als sollten die Handwerksbetriebe das Verkehrsproblem am Römerberg lösen.“

Nachdem die FDP Anfrage auf der Tagesordnung erschien, meldet sich eine Bürgerin bei Müller-Veit mit der Frage: „Was soll eigentlich mit dem vorab gezahlten Geld geschehen? Die Bauunternehmer werden ja erst nach Abschluss der Arbeiten bezahlt bzw. werden Abschlagszahlungen getätigt. Wer erhält zum Beispiel die Zinsen, die sich während der Bauzeit ansammeln?“ Müller-Veit versprach, hier nochmal nachzufragen, denn die Frage der Bürgerin scheint berechtigt.