Voll am Thema vorbei: So kommentiert die FDP die Lippeauen-Pläne, die nun – zumindest pro forma – von der noch amtierenden Landesregierung eine Förderzusage erhalten haben. „Zum Einen ist das tatsächlich nur eine Formsache. Nach der Wahl werden die Karten neu gemischt – das weiß auch Herr Herter“, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller.

Wesentlich schlimmer sei, dass die Hammer Koalition voll an den Hammer Bedürfnissen vorbei plant.

„Was CDU und SPD vorhaben, geht mehr denn je am Kern der Sache vorbei: Wenn man schon so viel Geld investiert, dann muss es der Aufwertung der Innenstadt nutzen“, so Müller. „Wir brauchen dort mehr Besucher, mehr Attraktivität, mehr Frequenz.“

Für die FDP ist die Entwicklung der City der einzig gültige Grund, Millionen in den Bereich am Wasser zu investieren. „Wahrscheinlich will die Koalition in Hamm neben dem Landesgeld auch noch Geld der Stadtentwicklungsgesellschaft am Wasser ausgeben“, so Müller. „Dann stellt sich erst recht die Frage: Was bekommen die Bürger für das viele Steuergeld?“

Die Antwort: „Der angeblich große Freizeitbereich zwischen Münsterstraße und Fährstraße ist eine Mogelpackung. Umweltschutz und Freizeit gehen nicht zusammen.“ Der Beweis dafür: „Es gibt kaum Konkretes. Was soll wo gebaut werden? Das sagen CDU und SPD lieber nicht so genau.“

Der Alternativvorschlag der FDP: „Wenn schon viel Geld in die Hand genommen wird, dann richtig. Wir brauchen eine enge Anbindung über die Kanalkante zur Innenstadt – nicht mit einer Luftnummer wie der Seilbahn, sondern über die Ansiedlung von Wirtschaft und/oder Wissenschaft als Frequenzbringer und Aufwertung am Wasser“, so Müller. „Hinzukommen muss ein ausgereiftes Verkehrskonzept. Das haben CDU und SPD immer noch nicht verstanden.“