Nun ist es offiziell: Die Hammer Seilbahn kommt nicht. Die FDP behält damit recht: Die Planungen von CDU und SPD waren von Anfang an eine Luftnummer. Die schallende Ohrfeige gab’s jetzt noch vor der Wahl vom grünen NRW-Umweltminister höchstpersönlich. „Dass die Seilbahn nicht förderfähig ist, wundert uns nicht“, so Uli Reuter, Landtagskandidat der Hammer FDP. „Das war schließlich von Beginn an abzusehen. Das Projekt war von Anfang an nicht mit Umweltschutzstandards zu vereinbaren.“

Nun sehe man, was das vorauseilende Lob aus Düsseldorf für die Hammer Seilbahnpläne wert war: „Dahinter steckte von Anfang an nichts. Keine ausgewogenen Pläne, kein handfestes Konzept“, so Reuter.

Für sich spreche auch, dass aus der Förderung des Wassersportzentrums nichts wird. „Damit ist es mit den ganzen schönen Plänen der Koalition Essig“, so Reuter. „Denn den Wassersportvereinen kann nun keine Perspektive geboten werden, weil die Stadt die Finanzen allein nicht stemmen kann.“

CDU und SPD in Hamm hatten von Beginn an mit Bildmontagen geworben, die Gondeln über der Lippe zeigten. „Sie haben so getan, als sei längst alles klar“, so Reuter. „Jetzt steht die Koalition vor dem Aus an der Lippe. Sie haben kein Konzept, keine Ideen für die Aufwertung der Innenstadt und keinen Vorschlag für die Anbindung der Kanalkante.“

Die FDP schlägt vor, jetzt einen offenen Dialog mit Bürgern, Vereinen und Einzelhandel zu starten, um Ideen zu sammeln. „Wir wiederholen uns gerne: Alles, was am Wasser passiert, muss in ein solides Konzept zugunsten der Innenstadt eingepasst werden.“