Der Weg zum „schnellen Internet“ wird in Hamm im Schneckentempo zurückgelegt. Das ist laut FDP eines der größten Versäumnisse der schwarz-roten Koalition. „CDU und SPD machen beim Zukunftsthema Vernetzung die Augen fest zu. Selbst gehandelt wird nicht. Die Koalition wartet lieber ab, bis von Bund oder Land mal Fördergelder kommen. Eine eigene Planung gibt es nicht, eigene Mittel werden nicht eingesetzt.“ So kritisiert FDP-Gruppensprecher Ingo Müller die Internetpolitik in Hamm.

Derzeit sollen zwar mit Fördermitteln „weiße Flecken“ bei der Internetversorgung aufgefüllt werden. „Das ist aber nur Flickwerk und hätte längst geschehen müssen“, so Müller.

Völlig versäumt werde hingegen die Aufgabe, die Internetversorgung insgesamt immer besser zu machen und die Infrastruktur für die Zukunft einzurichten. „Schnelles Internet ist nicht wie eine Waschmaschine, die man einmal neu kauft und hinstellt in der Hoffnung, die nächsten zehn Jahre Ruhe zu haben“, erklärt Müller.

Die FDP fordert daher konkret: bei der Verlegung oder Sanierung von Kanälen muss jetzt schon Glasfaser mitverlegt werden. Die Stadt soll zudem eigene Mittel in einem Masterplan Digitalisierung bereitstellen und damit zumindest eine mittelfristige Planung für die Ausstattung Hamms mit schnellem Internet in den nächsten 10, 15 Jahren vorlegen.