Man stelle sich folgendes Szenario vor: Eine Führungsstelle ist frei. Es gibt darauf nur eine Bewerbung. Aber statt eine lange Vakanz zu beenden, wird die Stelle noch mal neu ausgeschrieben. Der einzige Grund dafür: Der Bewerber war keine Frau. So geschehen beim Bewerbungsverfahren um den Schulleiterposten am Gymnasium Hammonense. Das muss auf Wunsch der Gleichstellungsbeauftragten bei der Bezirksregierung Arnsberg nun wiederholt werden.

„So wichtig, wie Gleichstellung ist: So etwas ist Unsinn. So darf die Besetzung einer Führungsstelle nicht ablaufen“, so Marion Kötters-Wenner und Beate Oertel, Vorstandsmitglieder im FDP-Kreisverband Hamm.

„Selbstverständlich muss bei der Besetzung von Stellen auf ein faires und chancengleiches Verfahren geachtet werden. Aber dass der eine Bewerber nicht genommen werden durfte, nur weil er ein Mann ist, widerspricht den Zielen der Gleichstellungspolitik“, so die stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Marion Kötters-Wenner.

Und Beate Oertel, die im kommenden Jahr für die FDP in den Bundestagswahlkampf geht, ergänzt: „Hier kann man mit Fug und Recht sagen, dass nur aus ideologischen Gründen Zeit und Geld für das neue Bewerbungsverfahren aus dem Fenster geworfen werden. Was ist denn, wenn sich beim nächsten Mal ebenfalls keine Frau bewirbt? Will die Gleichstellungsbeauftragte das Verfahren so lange wiederholen lassen, bis eine Frau sich bewirbt, und ihr die Stelle dann auf Biegen und Brechen geben? Die BR Arnsberg ist offenbar nicht bereit, bei der Stellenbesetzung auf fachliche Qualifikation zu achten – sie handelt rein aus Ideologie.“