„Wachrütteln“ will der Digitalverband Bitkom auch die Stadt Hamm mit seinem Ranking zur Digitalisierung der Großstädte. „Wir hoffen, dass dieses Signal auch von der Koalition gehört wird“, sagt FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Bislang kommen von CDU und SPD nicht immer ermutigende Signale.“ Dass Hamm beim Digitalranking der Großstädte bloß im Mittelfeld lande, reiche nicht – „das können wir besser!“

Vor allem die Verwaltung müsse digitaler, moderner und kundenorientierter werden. „Es reicht nicht, darauf zu verweisen, dass es für die kommenden Jahre Vorgaben für die Digitalisierung der Verwaltung gebe, die mit der Zeit umgesetzt werden“, verweist Müller auf die vergangene Ratssitzung. Dort hatte die FDP beantragt, dass die Hammer Verwaltung mehr digitalen Service anbietet – und hatte in einer Stellungnahme die Antwort erhalten, die Verwaltung werde bundesweite Vorgaben zur Digitalisierung in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umsetzen.

„Uns reicht es das nicht“, betont Müller. „Wir wollen, dass die Hammer Verwaltung bei der Digitalisierung nicht hinterherläuft, sondern Vorreiter ist.“

Vor allem müssten mehr Dienstleistungen online angeboten werden, um den Bürgern Behördengänge zu ersparen. „Bei der Hammer Verwaltung werden im Jahr 2019 Bürger beim Beantragen eines Ausweises noch weggeschickt, um ausgedruckte Fotos anzubringen, weil die Verwaltung nicht einmal in der Lage ist, selbst einen Fotoservice anzubieten“, erinnert Müller. „Von der Verwaltung einer Großstadt wie Hamm kann mehr erwartet werden.“