Die FDP Hamm will einen Fahrradkurierdienst bei der Verwaltung einrichten. Das beantragt die FDP-Gruppe zur nächsten Ratssitzung. Stimmt der Rat zu, dann wird es künftig möglich sein, dass Bürger beantragte Dokumente, wie etwa einen neuen Personalausweis, per Fahrradkurier nach Hause geliefert bekommen.

„Die Idee ist einfach, aber genial“, erklärt Ratsherr Uli Reuter. „Bislang ist es so: Wer einen neuen Ausweis braucht, muss zwei Mal zum Amt. Mit unserer Idee muss er nur noch einmal zum Beantragen hin.“ Ist das neue Dokument eingetroffen, kommt es per Kurier nach Hause. Die Vollmacht dafür kann der Bürger beim Beantragen des Ausweises gleich mit ausfüllen. Auf Wunsch könnte der Kurier den abgelaufenen Ausweis auch gleich mitnehmen. In Bochum und Bonn läuft ein solcher Dienst schon. Die Bürger rechnen mit den Kurieren direkt ab. Eine Lieferung kostet um die 3 Euro.

Für den Dienst müsste die Verwaltung Fahrräder anschaffen, etwa E-Bikes oder Lastenräder. „Die können dann zugleich für verwaltungsinterne Fahrten dienen, ersparen Autofahrten und schonen die Umwelt“, erklärt Reuter. Damit könne die Stadt auch Vorbild für Unternehmen sein.

Dabei gilt: Alles kann, nichts muss. „Es soll ein Angebot sein, keine Verpflichtung. Bürger, die keine Kurierlieferung möchten, können nach wie vor selbst zum Amt.“