Die FDP erwartet, dass die Koalition in Hamm die neuen Vorgaben des Landes zu verkaufsoffenen Sonntagen schnell umsetzt: „Wir fordern, dass die jetzt zulässige Zahl von acht verkaufsoffenen Sonntagen pro Jahr in der Innenstadt in Hamm durchgeführt wird“, so Gruppensprecher Ingo Müller. „Damit wird der Handel in der City gestärkt und die Stadt als attraktives Ziel für Einkauf und Freizeit etabliert.“

Die CDU-FDP-Landesregierung hatte am vergangenen Freitag im Rahmen ihres Entfesselungspakets den Weg dafür freigemacht. Das war vor allem deshalb wichtig, weil so Rechtssicherheit hergestellt wird angesichts der Klagewelle, mit der die Gewerkschaft Verdi verkaufsoffene Sonntage torpedierte.

„Da jetzt die Rechtslage geklärt ist, können sich CDU und SPD in Hamm nicht mehr darauf hinausreden, erst einmal abzuwarten. Sie müssen jetzt Farbe bekennen, ob sie den Hammer Handel stärken wollen oder nicht“, so Müller. Der Punkt „Belebung der Innenstadt“ gehört per Gesetz nun zu den zulässigen Begründungen für die Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntages. „Wir erwarten, dass die Koalition endlich etwas für den Standort Hamm tut, statt jedes Mal nur abzuwehren, sobald es einmal um Standortpolitik geht.“