Udo Reins: Rhyneraner werden “Melkkühe” für die Stadtentwicklungsgesellschaft

Nun ist bekannt, welche ersten Maßnahmen die Stadtentwicklungsgesellschaft anvisiert. Marode Immobilien in Hamm-Westen und Hamm-Norden sollen aufgekauft und irgendwie weitergenutzt werden, Konzepte zur Nachnutzung sind nicht vorhanden.

Aus Rhyneraner Sicht sieht das folgendermaßen aus:

„Hier soll nun aus Steuermitteln das korrigiert werden, was die Eigentümer dieser Schrottimmobilien zu verantworten haben. Dass dafür dem Steuerzahler in die Tasche gegriffen wird, ist unverschämt“, findet FDP-Bezirksvertreter Udo Reins.

Er fragt weiter: „Ist das denn Stadtentwicklung wenn bloß Häuser aufgekauft und abgerissen werden? Das kann nicht sein.“ Wie sich diese Praxis auf die Immobilienpreise und deren Besitzer auswirke, müsse gut beobachtet werden. „Denn warum sollte der Besitzer einer solchen Immobile dann noch was investieren, da wartet man doch besser auf den Mann mit dem Geldkoffer von der Stadtentwicklungsgesellschaft“, so Reins.

Und wie Reins bereits bei den Haushaltsgesprächen in der Bezirksvertretung befürchtete, fließen keine Mittel in den Stadtbezirk Rhynern zurück. Dabei gebe es hier auch wirkliche Möglichkeiten zur Entwicklung des Stadtbezirkes. Der Bereich Papenloh in Rhynern mit der Verlegung des Sportplatzes und der damit zu behebenden Pkw-Parkproblematik und der Nachnutzung der dann freien Fläche wäre ein Beispiel. Auch könne endlich die von vielen Bürgern seit Jahren geforderte Entwicklung einer Dorfmitte für Westtünnen angegangen werden. Auch das Anlegen von Radwegen vom Caldenhofer Weg von Westtünnen bis Süddinker oder Im Zengerott von Süddinker bis Rhynern könne sich positiv für den Bezirk auswirken.

„Jedes einzelne Projekt der Stadtentwicklungsgesellschaft muss kritisch begleitet werden“, so Reins. „Das werden wir als FDP tun.“ Denn Reins befürchtet, dass die Steuerzahler im Stadtbezirk Rhynern nur zu den Gebern gehören werden und damit „Melkkühe“ für die Ideen der „Stadtentwickler“ sein werden. Reins dazu: „Solidarität funktioniert nicht nur in eine Richtung.“