Der Pelkumer FDP-Bezirksvertreter Oliver Plötz bedauert, dass ihm zu der Linie 15 keine konkreteren Zahlen vorgelegt werden. „Wir diskutieren seit mehr als einem Jahr über diese Linie, die, wie sich bereits 2015 herausstellte, Defizite einfährt. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn uns die Stadtwerke mit konkreteren Zahlen versorgt hätten – insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir in den politischen Gremien auf Grundlage von vorgelegten Zahlen Entscheidungen treffen müssen.“

Die Stellungnahme der Verwaltung zu seiner Anfrage bezeichnet Plötz als nicht aussagekräftig genug. „Es bleiben zu viele Fragen offen. Zum Beispiel wird nicht angegeben, welche Fahrten zur Reduzierung der Kosten für die Linie 15 gestrichen worden sind. Waren davon auch andere Buslinien betroffen?“ fragt Plötz.

Er erinnert an die Aussage der Stadtwerke im WA vom 9. März 2016: Die Stadtwerke ließen damals verlauten, dass zugunsten der Ringbuslinie nachfragearme Fahrten in anderen Bezirken gestrichen werden könnten. Es müsse Optimierungspotenzial gefunden werden, hieß es. Die FDP will wissen: „Was ist aus der Aussage der Stadtwerke geworden? Ist nun in anderen Bezirken gekürzt worden?“

Plötz hatte in seinem Antrag an die BV auch erfragt, auf welchen Strecken weniger Fahrgäste unterwegs sind als auf der Linie 15. Das wollen die Stadtwerke aber nicht sagen.

Plötz zieht nun das Fazit: „Wir hätten Interesse an einer sachlichen, auf nachvollziehbaren betriebswirtschaftlichen Kennzahlen basierenden Debatte. Die politische Mehrheit hat auf Druck der SPD im Rat Entscheidungen gefällt, bei denen Sachgründe wohl keine Rolle spielen sollten.“