Die Bilanz nach einem Jahr roter Bildungspolitik in Hamm fällt fatal aus: “Wir sehen Verwirrung auf der gesamten Linie”, erklärt FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. “Die SPD ist verantwortlich für die Schwächung der Hammer Schulen. Die Kürzung der Schulbudgets schwächt die Schulen ausgerechnet in dem entscheidenden Moment, in dem sie eine gewaltige dreifache Aufgabe stemmen müssen: Inklusion gestalten, Flüchtlinge integrieren und differenzierte Förderung für alle anbieten. Unter dem Einfluss der SPD nimmt der amtierende Schuldezernent Markus Kreuz den Schulen das letzte Geld, mit dem sie Spielraum nutzen konnten, auch noch weg.”

Nicht einmal die vorhandenen Stärken der Hammer Schulen wolle die SPD noch nutzen. “Ausgerechnet in der Zeit, in der viele Flüchtlinge Hamm erreichen, plant die SPD die Schließung derjenigen Hauptschule in Hamm, die ein Profil in der Versorgung von Schülern mit wenigen oder gar keinen Deutschkenntnissen aufgebaut hat – und das nur, weil sie seit Jahren auf Teufel komm heraus ihre Sekundarschule durchsetzen will. Und die CDU schaut dem Treiben hilflos zu.”

Auch der FDP-Sprecher für Schulpolitik, Ludger Dorenkamp, beklagt die fortwährende Schwächung der Hammer Schulen. “Viele Schulen sind auf die Schulbudgets angewiesen, um zum Beispiel besondere Lehrmittel anzukaufen oder gemeinsame Lernräume zu gestalten. Ist das Geld weg, dann müssen die Eltern ran. Sie müssen auffangen, was die Stadt nicht mehr leisten will. Insgesamt wird das Angebot der einzelnen Schulen dadurch deutlich schlechter”, warnt Dorenkamp.

Die Kürzung der Schulbudgets bedeute eine zusätzliche Belastung der Mittelschicht. “Die SPD-Politik belastet die ganz normal verdienenden Eltern. An sie werden die Schulen nämlich demnächst herantreten, wenn das Geld für Raumgestaltung oder neue Lernmittel nicht reicht. Dabei engagieren sich viele Eltern schon längst in Fördervereinen oder geben auf anderem Weg gern etwas für die Schulen ihrer Kinder”, so Dorenkamp. “Umso fataler ist das Signal an diese Eltern: Springt als Zahler für die Stadt ein, oder rechnet damit, dass die Schulen eurer Kinder demnächst qualitativ deutlich schlechter dastehen.”

Die FDP appelliert an die schwarz-rote Koalition, endlich Schluss zu machen mit dem Bildungswirrwarr. Ingo Müller fordert: “CDU und SPD müssen wieder eine verantwortungsvolle Schulpolitik machen. Vor allem muss die unsinnige Ausgabe von 300 000 Euro im Jahr für einen neuen Schuldezernenten weg. Das Geld ist bei den Schulen besser angelegt. Dort haben nämlich die Kinder etwas davon.”