Der schulpolitische Sprecher der FDP, Ludger Dorenkamp, fordert seit Jahren eine Erfassung der Schulschwänzer in Hamm. Bisher fehlte den Mehrheitsparteien dazu aber der Wille, auch die Schulen hatten offenbar wenig Interesse. Nun gibt es in der Stadt Oberhausen ein Vorbild. Die Stadt setzt die Software „Early Bird“ ein, um die Fehlzeiten von Schulschwänzern zu erfassen. Dafür kooperiert sie mit dem Verein apeiros, der speziell mit Schulschwänzern arbeitet.

„Das wäre sicherlich ein gangbarer Weg auch für Hamm“, so Ludger Dorenkamp. „So könnte ein Überblick darüber geschaffen werden, wann und wie oft Schulschwänzer fehlen.“

Demnach geht die Stadt Oberhausen von ca. 10 Prozent der Schüler aus, die dauerhaft die Schule schwänzen. Dorenkamp: „Vor einigen Jahren wurde für Hamm eine absolute Zahl von 1000 Schuleschwänzern ermittelt. Würde man die Oberhausener Schätzungen auf Hamm übertragen, hätten wir hier 2000 bis 2500 Schuleschwänzer. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber den Zahlen, die bisher im Raum stehen. Wir als FDP streben an, dass die konkreten Zahlen für Hamm endlich ermittelt werden.“

Davon ausgehend sollen dann, so Dorenkamp, geeignete Maßnahmen gegen das Schuleschwänzen entwickelt werden. „Wie wir sehen, werden andere Städte zunehmend aktiv, wenn es um Schulverweigerer geht. Wir in Hamm sollten uns diese Vorbilder genau anschauen – und dann auch bei uns für geeignete Maßnahmen sorgen.“