Die FDP wirft der Verwaltung vor, die Chancen für die Entwicklung des Uentroper Dorfes bewusst geschwächt zu haben. „Die FDP fordert schon lange, dass sich die Verwaltung für die Ansiedlung eines Nahversorgers im Dorf einsetzt. Dies hat die Verwaltung aber wiederholt abgelehnt“, erinnert der FDP-Bezirksvertreter Wilhelm Walther. Das Resultat: „Die Infrastruktur ist schwach. Das war schon das Problem, als es im vergangenen Jahr um die Ansiedlung von Asylbewerbern ging. Nun hat der Architekt des evangelischen Kreiskirchenamtes darauf hingewiesen, dass die Infrastruktur im Dorf nicht günstig ist für die geplante Einrichtung von Wohnplätzen für Senioren. Damit rächen sich die Versäumnisse der vergangenen Jahre.“

Diese Wohnplätze sollen eigentlich auf dem Gelände des Trinitatis-Gemeindehauses entstehen, sobald dieses abgerissen und durch einen Neubau ersetzt ist. „Das ist auch sinnvoll“, so Walther. „Die Kosten für Sanierung und Unterhaltung des Altbaus wären zu hoch.“

Walther weist aber darauf hin, dass dieser Neubau nur dann sinnvoll ist, wenn sich darin am Ende auch alle betroffenen Gruppen der Gemeinde wiederfinden. Also müssten passende Räume entstehen, in denen zum Beispiel der Posaunenchor üben könne. „Wir halten es nicht für fair, den Posaunenchor zum Üben in die kalte Kirche zu schicken. Das würde auch nicht dem Sinn eines Gemeindehauses entsprechen, das für alle da sein sollte.“